Dienstag, 8. Februar 2011

Linda lebt in einer bunten Zukunft

Auch in diesem Jahr geben sich die Retter geschmackvoller Erdäpfel nicht geschlagen: So erscheint im Herbst der zweite Band über die Erlebnisse von Linda & Konsorten. Erst im September 2010 ging Linda - Eine Kartoffel wie du und ich an den Start und verzeichnete mit 1.000 verkauften Exemplaren einen ordentlichen Nischenerfolg. Vor allem in Niedersachsen und Schleswig-Holstein sorgte der ABL Bauernblatt Verlag für den Absatz der heiteren Kartoffeltexte und Illustrationen.

Die Verbundenheit mit dem Raum zwischen Westfalen und der dänischen Grenze
Volker Nökel
ergibt sich nicht zufällig, denn das Hauptanbaugebiet für bundesrepublikanische Kartoffeln liegt nun mal in Nordwestdeutschland. Außerdem betreibt der Schöpfer von Linda & Konsorten Volker Nökel sein Kreativbüro in Kiel. Der Zeichner hat die Anwohner der Küste bereits als Teammitglied von Brösels Werner Comics aufs Korn genommen und dem Bauamtleiter Schmiermich im Film Werner - Volles Rooäää!!! die Synchronstimme geliehen.

Jetzt kümmert sich Volker Nökel um Linda & Konsorten. Das Bundessortenamt hat indes Linda im vergangenen Jahr erneut zugelassen, so dass der öffentliche Krach um diese vor allem in der Bio-Landwirtschaft beliebte Kartoffelsorte beendet sein könnte. Zuvor sah es sechs Jahre danach aus, dass Linda vom Markt verschwinden würde - wieso, weshalb, warum? Die Pflanzkartoffel-Zuchtfirma Europlant spielte eine zentrale Rolle. Und als Kontrahent trat ein Freundeskreis Rettet die Linda an, zu dem u.a. die Verbraucherzentrale Hamburg und der ökologische Anbauverband Bioland gehören.

Die Hintergründe des Gerangels interessieren heute kaum noch. Übrig bleiben die Erinnerungen der Aktivisten an den kartoffeligen Kampf "David gegen Goliath". Und in manchen Läden bleibt Linda wider früherer Erwartungen präsent. Außerdem hat Volker Nökel Linda & Konsorten als Sympathieträger und Missionare des guten Geschmacks entdeckt. Da bietet es sich einfach an, die wahre Geschichte der Kartoffeln von ihrer Vorexistenz als Meteorit bis zu peinlichen Verwechslungen mit Hühnereiern zu erzählen. Und der schrumpelige Horst sollte auf die Mahnung hören: "Lass dich von keinem in die Pfanne hauen!"

Kartoffelrutsche

Freitag, 21. Januar 2011

Kartoffeltaschen meiden Verwandtschaft mit Pappe

Unabhängig von den gängigen Sorten Frischkäse/Kräuter und Spinat bereiten Kartoffeltaschen aus der Tiefkühltruhe eher selten Gaumen und Zunge ein echtes Vergnügen: Der Vergleich mit aufgeweichter aromatiserter Pappe liegt nahe - wenn es da nicht die Ausnahmen gäbe: Schwarmstedter Kartoffeltaschen bestehen jedenfalls nicht - wie sonst leider oft üblich - aus fiesen Resten mit Salz und Aromastoffen.

Für dieses Gericht werden ganze Kartoffeln mit all den wertvollen Inhaltsstoffen geraspelt und weiter verarbeitet. In den Füllungen haben Geschmacksverstärker, Farbstoffe und gehärtete Fette nichts zu suchen. Lediglich Dextrose oder Modifizierte Stärke werden schon mal zugesetzt. 12 Sorten sind mittlerweile erhältlich, darunter seit kurzem die Kartoffeltaschen Elsässer Art mit einem Geschmack, der an Flammkuchen erinnert. Crème Fraîche, gebackener Bauchspeck und Zwiebeln sind enthalten.

Curryhuhn & Mango, Thunfisch & Grillgemüse oder Zimt-Apfel: Keine Chance für Langeweile beim Essen! Nachteil bei diesem Produkt: Nicht jeder Kartoffelfreund ist davon begeistert, dass richtig viel Füllung in den tiefgekühlten Taschen steckt. Außerdem muss sich der hungrige Konsument genau an die Zubereitungsanleitung halten, weil die Kartoffeltaschen sonst leicht matschig werden.

Wenn jetzt jemand diese Tiefkühlkost probieren möchte, könnten Probleme auftreten: Diese Ware gibt es schlicht nicht in jedem Supermarkt. Anders als Pommes Frites und Kroketten sind leckere Kartoffeltaschen nicht so stark im Handel verbreitet. U.a. bei Rewe oder Marktkauf könnten die Kunden Glück haben. Ach ja: Nach Meinung vieler Männer stecken in den Packungen zu wenige Stücke, als dass sich der Hunger tatsächlich vertreiben ließe. Genügsamere Esser klagen hingegen, dass die Masse zu sehr stopfe und lange im Magen liege. Die Liste der Nährwerte sieht allerdings eher freundlich aus - wenn auch nicht ganz so zurückhaltend wie bei einem Salatblatt. Und damit keine Missverständnise entstehen: Auch wenn nicht der handelsübliche Dreck in den Kartoffeltaschen steckt, ist nur eine Variante als Bioprodukt erhältlich: Frischkäse & Kräuter.

Sonntag, 2. Januar 2011

2011 mehr Luxusfleisch aus dem Internet

Auf welchen Feiertagstellern lag ein richtig luxuriöses Fleischstück neben den Kartoffeln? Wie mag ein "American Filet" vom Rind zum Kilopreis von 219,- € schmecken? Was zeichnet "Wagyu Beef Burger" zum Kilopreis von 32,25 € aus? Und darf's zum Abschluss eines Mahles etwas von der mit dem Goldenen DLG Preis 2010 ausgezeichneten Grand Marnier Orangencreme sein?

Wer hochwertige fleischige Köstlichkeiten wie Black Angus Beef oder Porco Iberico probieren möchte, ist mit diesem Wunsch in seiner Stamm-Metzgerei in der Regel aufgeschmissen. Hilfe bei der Fleischeslust bietet der Lieferdienst Gourmetfleisch. Der Traditionsbetrieb Schulte+Sohn in Mönchengladbach hat schon seit 2008 einen Online-Shop für Spezialitäten vom Rind, Schwein und Lamm sowie für Steaksaucen und andere teure Leckereien eingerichtet. Jetzt weitet die Firma ihre Aktivitäten aus.

Angst vor verdorbener Ware ist bei Bestellungen nicht angebracht: Innerhalb von 48 Stunden liefert der Versanddienst UPS die leckeren Stücke, die zusammen mit Kühlelementen in Isolierbehältern verpackt sind. Mit diesem Service wenden sich die Gourmetfleischer seit 2010 nicht nur an Privatleute, sondern nun auch an Kunden aus der Wirtschaft. Auf diese Weise konnten Firmen ihren Geschäftspartnern zu Weihnachten ungewöhnliche und nahrhafte Werbegeschenke machen. Im neuen Jahr wollen Schulte+Sohn die B2B-Sparte um weitere Dienstleistungen ausbauen.

Ob der Gaumenschmaus genügend dekadent ist, dass er von einem Luxusweibchen als Alternative zu Kaviar akzeptiert wird? Nur aufpassen, dass die anspruchsvolle Dame des Herzens nicht gerade Vegetarierin ist! Bei vielen Männern dürfte der Erfolg sicher sein, wenn sie den Neandertaler herauslassen können: Grunz, Fleisch!!! Dazu ordentliche Kartoffeln...

Donnerstag, 30. Dezember 2010

Kartoffeln machen glücklich, aber nicht dick

Eigentlich keine Neuigkeit, dass Kartoffeln gesund sind - aber da das Ammenmärchen über Erdäpfel als angebliche Dickmacher immer wieder umhergeht, kann man die Aufklärung über die stärkehaltigen Knollen nicht oft genug betreiben.

Diesmal jubelt die Apotheken Umschau über die Vorzüge der Kartoffeln und liefert eine nette Zusammenfassung: Machen Kartoffeln dick? Sind die dicken Knollen aus der Erde eigentlich figurfreundlich? Eine Ernährungswissenschaftlerin räumt mit alten Vorurteilen auf.

Kartoffelige Weihnachtszeit

Der Gewinner vom ersten "Großen Kartoffel Contest" steht fest: "Pokemon mal anders" von dRubina007 hat die Ausrichterin und einzige Jurorin HoneyballCookie überzeugt:



Weihnachten war Einsendeschluss für die kreativen und witzigen Videos, die "in positiver Hinsicht mit Kartoffeln zu tun haben". Es durfte dabei ruhig sinnlos, aber auf keinen Fall langweilig zugehen:



Weihnachten 2011 soll es eine Neuauflage des Wettbewerbs geben.